Dieses Jahr fand in seinem üblichen zweijährlichen Turnus eines der großen Highlights der Jugendfeuerwehr Freudental statt: der Berufsfeuerwehrtag („24h-Übung“). An diesem für alle Jugendlichen besonderen Übungstag wird eine 24-Stunden-Schicht als Berufsfeuerwehrmann oder -frau nachgestellt.

Los ging es am Samstag, 12. September, mit einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrmagazin. Anschließend wurden die Jugendlichen in verschiedene Gruppen aufgeteilt, Positionen sowie Küchendienste zugelost und alle den Feuerwehrfahrzeugen zugewiesen. Schon kurz darauf ging es zum ersten Einsatz: Das Tanklöschfahrzeug wurde zu einer Fahrbahnverunreinigung in der Nähe des Stutendenkmals alarmiert. Aufgrund der langen Schmutzspur wurde nicht lange gezögert und von der 17-jährigen Gruppenführerin direkt das Löschgruppenfahrzeug zur personellen Unterstützung nachgefordert. Nachdem die weiteren Kräfte eingetroffen waren, konnte gemeinsam die Fahrbahn gereinigt und die Einsatzstelle anschließend verlassen werden.

Kurz vor dem Mittagessen ging es dann zu einem Einsatz in den Wald: Hier mussten die Jugendlichen nicht nur eine vermisste Person finden, sondern diese auch mit vereinten Kräften zum nächstgelegenen Weg und von dort zum Rettungswagen bringen. Groß war die Überraschung, als die verletzte Person den Jugendfeuerwehrmitgliedern erzählte, dass noch eine weitere Person mit ihr im Wald unterwegs gewesen sei und nun ebenfalls vermisst werde. Doch nach einer erneuten kurzen Suche in Kettenformation konnte auch diese Person schnell gefunden werden.

Nach einem leckeren Mittagessen ging es zu einem ausgelösten Rauchmelder in einem Gebäude in der Strombergstraße. Während der Angriffstrupp des Tanklöschfahrzeugs die Lage erkundete und feststellte, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, ging für die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs bereits der nächste Alarm ein: eine Tierrettung im Lembergerweg. Das hilflose Plüschtier wurde mithilfe einer tragbaren Leiter schnell gerettet, sodass beide Fahrzeuge nach getaner Arbeit wieder ins Feuerwehrmagazin einrücken konnten.

Nach dem obligatorischen Theorieunterricht zum Thema „Löschangriff“ und ein paar Runden Fußball auf dem Hof vor dem Magazin ertönte schon der nächste Hausalarm: Erneut verschlug es die jungen Einsatzkräfte ins Wohngebiet Berg. Dort musste nicht nur der Zugang zu einer hilflosen Person mittels Bolzenschneider geschaffen werden, parallel waren weitere Trupps mit einem – so die Übungsannahme – brennenden Schuppen beschäftigt. Darin waren unter anderem Gaflaschen gelagert, die ins Freie gebracht und gekühlt werden mussten. Auch diesen Doppeleinsatz absolvierten die Jugendlichen souverän.

Als die letzten Schläuche gerade wieder auf dem Fahrzeug verstaut wurden und Jugendwart Michael Kelleni zur Übungsnachbesprechung ansetzen wollte, ertönte plötzlich dessen Funkmeldeempfänger: ein realer Einsatz für die aktive Abteilung! Schnell mussten alle Jugendlichen auf die Fahrzeuge aufsitzen, mit denen es stellenweise sogar mit Blaulicht und Martinshorn zurück in Richtung Feuerwehrmagazin ging. Die angespannten Jugendlichen staunten allerdings nicht schlecht, als die beiden Feuerwehrfahrzeuge nicht auf den Feuerwehrhof, sondern auf den benachbarten Parkplatz der Schönenberghalle fuhren. Dort erwartete sie – als kleine Überraschung – bereits der nächste Kleineinsatz: eine brennende Feuerschale. Nachdem die Jugendlichen realisiert hatten, dass der „echte Einsatz“ nur gespielt war, löschten sie das Feuer und konnten rechtzeitig zum Abendessen ihre Uniformen ablegen.

Der letzte Einsatz des Übungstages führte sämtliche Kräfte erneut in das leer stehende Einfamilienhaus in der Strombergstraße. Hier staunten die Jugendlichen nicht schlecht, als ihnen bereits dichter Rauch entgegenwehte, eine Person an einem Fenster um Hilfe rief und im Obergeschoss Feuerschein durch den Rauch flackerte. Selbstverständlich handelte es sich bei dem Feuer um eine LED-Lampe, bei dem Rauch um ungefährlichen Nebel aus einer Nebelmaschine und bei der hilfesuchenden Person um die Freundin unseres stellvertretenden Jugendwarts. Dennoch wirkte das Szenario ausgesprochen realistisch und die Jugendlichen waren sofort angespornt, ihre Aufträge abzuarbeiten.

Während ein Trupp gemeinsam mit dem Melder die Person am Fenster über eine dreiteilige Steckleiter aus dem Obergeschoss rettete, führte ein weiterer Trupp, mit Wärmebildkamera und Strahlrohr ausgerüstet, den Innenangriff durch. Parallel nahm ein dritter Trupp einen Löschangriff von außen vor. Nachdem die Person gerettet und vom Angriffstrupp „Feuer aus“ gemeldet worden war, konnte das Gebäude mithilfe eines Lüfters entraucht werden.

Nach einer kurzen Übungsnachbesprechung mit viel Lob für die Jugendlichen und nachdem das gesamte Material wieder ordnungsgemäß auf den Fahrzeugen verstaut worden war, ging es ein letztes Mal zurück zum Magazin. Dort ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, bevor schließlich die Schlafsäcke ausgerollt wurden.

Am nächsten Morgen standen noch das gemeinsame Frühstück sowie das Aufräumen und Putzen des Feuerwehrmagazins auf dem Programm. Damit ging ein ereignisreicher und gelungener Berufsfeuerwehrtag zu Ende. Vielen Dank an alle Jugendlichen für ihren großartigen Einsatz!

Ein besonderer Dank gilt allen Jugendgruppenleitern und Helfern, die zum Gelingen des Übungstages beigetragen haben, Marco Medrano-Nägele als „One-Man-Küchenteam“ für das leckere Essen und die tatkräftige Unterstützung, der Wohnbau Oberriexingen für die Bereitstellung des Übungsobjekts in der Strombergstraße sowie allen Freudentalerinnen und Freudentalern für ihr Verständnis bei etwaigen Behinderungen im Laufe des Übungsbetriebs.

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Weitere Infos erhältst du bei Jugendfeuerwehrwart Michael Kelleni (Tel.: 0178 140 8527 oder per E-Mail: jugend@feuerwehr-freudental.de).
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