Einwohnerfragestunde

Zu Beginn informierte BM Alexander Fleig, dass er mit dem Memminger Verlag als Herausgeber des Mitteilungsblatts wegen der in der letzten Einwohnerfragestunde angesprochenen Probleme bei der Verteilung gesprochen habe. Laut Verlag gab es 2025 einige Reklamationen, jedoch liegt der Wert unter 1% der ausgetragenen Mitteilungsblätter. Für den Verlag hat eine zuverlässige Zustellung des Mitteilungsblatts große Bedeutung und es wird darum gebeten, entsprechende Reklamationen direkt an den Verlag zu richten.

Eine Bürgerin sprach den Zustand des Fußwegs zum hinteren Eingang der KiTa Rosenweg (auch Zugang zur Tennisanlage) an. Bei der aktuellen Wetterlage ist der Weg teilweise glatt und dreckig. Dem Bürgermeister ist dies bekannt und der Bauhof hat dieser Tage dort auch gestreut. Man wird zusammen mit dem Bauhof den Zustand des Fußwegs verbessern.

Weiter sagte die Bürgerin, dass sie den kurzen Rückschnitt der Hecke im Bereich der KiTa Rosenweg für sehr gut befindet und sprach ein Lob aus. BM Alexander Fleig sagte hierzu, dass der Bauhof den Rückschnitt vorgenommen hat und damit die Hecke künftig besser gepflegt werden kann.

Geschnittene Hecke

Auf Bitte eines Bürger erklärte BM Alexander Fleig anhand der Planung nochmals die beschlossene neue Verkehrsregelung mit Einbahnstraße im Bereich „Hauptstraße / Schloßstraße“, die nach der baulichen Umsetzung gelten soll.

Ein Bürgerin bat darum, einmal über die Zusammensetzung des kommunalen Personals zu informieren, d.h. in welchem Bereich sind wie viele Personen beschäftigt usw. Der Bürgermeister sagte zu, dass eine entsprechende Information erfolgen wird.

 

Einbringung der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan sowie des Wirtschaftsplans für den Eigenbetrieb „Versorgung“ für das Haushaltsjahr 2026

Haushaltsrede 2026 von Bürgermeister Alexander Fleig

„Meine sehr verehrten Damen und Herren des Gemeinderats,

sehr geehrte Damen und Herren aus der Einwohnerschaft,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung,

verehrte Vertreterinnen und Vertreter der Presse,

traditionell bringen wir den Haushaltsentwurf der Gemeinde Freudental mit dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs in der ersten Sitzung des neuen Jahres in den Gemeinderat ein. Das ist – zugegeben – etwas zu spät. In der Dezembersitzung wurde bereits über das Investitionsprogramm beraten.

Trotz der derzeit nicht einfachen Rahmenbedingungen haben wir auch in diesem Jahr an diesem bewährten Vorgehen festgehalten und können Ihnen heute den Haushaltsentwurf mit Wirtschaftsplan als besondere Neujahrslektüre vorstellen – mit über 320 Seiten nicht ganz leichte Kost.

Der Haushaltsplan mit Wirtschaftsplan Eigenbetrieb 2026 wurde heute Vormittag im Ratsinformationssystem eingestellt und steht Ihnen dort digital zur Verfügung. Ein ausgedrucktes und gebundenes Exemplar des Haushaltsplans je Fraktion werden wir Ihnen nach Genehmigung durch die Rechtsaufsicht vorlegen.

Gleich zu Beginn meiner Haushaltsrede möchte ich – ganz bewusst und als Zeichen der großen Wertschätzung – meiner hier vorne sitzenden Führungsmannschaft herzlich danken. Mein Dank gilt allen für die hervorragende Arbeit. Ein besonderer Dank geht an unseren Kämmerer Adrian Grunow für die Erstellung des Haushaltsplanentwurfs 2026.

Das Einbringen eines Haushalts ist in diesem Jahr allerdings nicht mehr mit der gleichen Freude verbunden wie noch vor einigen Jahren.

Eine stagnierende Wirtschaft und wenig positive Steuerschätzungen machen uns die Arbeit derzeit nicht leicht. Für die Gemeinde Freudental hätte es trotz aller Herausforderungen zwar durchaus schlimmer kommen können, dennoch möchte ich den Blick heute bewusst eher auf das halb volle als auf das halb leere Glas richten.

Formal ist es so vorgesehen, dass mit meiner Haushaltsrede der Haushalt 2026 eingebracht und die wichtigsten Kernzahlen vorgestellt werden. Über viele dieser Zahlen haben wir bereits in der Klausurtagung sowie bei der Beratung des Investitionsprogramms diskutiert. Der Haushaltsplan mit Wirtschaftsplan Eigenbetrieb 2026 soll in der Gemeinderatssitzung am 25. Februar 2026 verabschiedet werden.

Bevor ich nun auf die Zahlen, Daten und Fakten des Haushalts eingehe, gestatten Sie mir einige einleitende Worte zur aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage und zu den daraus resultierenden Herausforderungen für Freudental.

Die weltpolitische Situation ist weiterhin von tiefgreifenden Spannungen, Unsicherheiten und strukturellen Umbrüchen geprägt. Die erst vor kurzem vorgestellte neue Sicherheitsstrategie der USA wird bereits als eine Art „Scheidungspapier“ vom europäischen Kontinent bezeichnet, da nationale Interessen künftig klar im Vordergrund stehen sollen. Dies sieht man an den aktuellen Infos zu Grönland.

Welche konkreten Konsequenzen dies für Europa, Deutschland und letztlich auch für Freudental haben wird, lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen. Klar ist jedoch: Europa und Deutschland müssen strukturelle und politische Hürden zügig überwinden, damit der vielzitierte Wandel hin zu einem starken Europa gelingt. Leider konnten die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD formulierten Ziele bislang nicht die erhoffte Wirkung entfalten.

Unsere Wirtschaft stagniert inflationsbereinigt nun bereits im dritten Jahr in Folge. Dies führt zu Personalabbau in vielen Unternehmen und zu einer hohen Zahl an Insolvenzen – so hoch wie seit elf Jahren nicht mehr.

All das bereitet uns große Sorgen und macht unsere kommunalpolitische Arbeit nicht einfacher. Erfreulich ist zumindest, dass die aktuelle Konjunkturprognose für 2026 von einem leichten Wachstum ausgeht.

Und damit zurück zum halb vollen Glas und zum Haushalt der Gemeinde Freudental 2026.

Bund und Land haben kürzlich Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht, um die Kommunen finanziell zu unterstützen. Aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ des Bundes erhält die Gemeinde Freudental in den kommenden zwölf Jahren Finanzmittel in Höhe von rund 1,75 Millionen Euro. Zusätzlich werden über den kommunalen Finanzausgleich des Landes 550 Millionen Euro für die Kommunen in Baden-Württemberg bereitgestellt. Beim Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen übernimmt das Land künftig 68 Prozent der Betriebskosten.

Dies sind wichtige und richtige Schritte zur Stärkung der kommunalen Finanzkraft, für die wir dankbar sind. Dennoch gilt: Damit allein sind die kommunalen Haushalte nicht gerettet. Es bedarf weiterer struktureller und finanzieller Entscheidungen – auch auf kommunaler Ebene.

Eine weitere Haushaltskonsolidierung ist in Freudental schwierig, da unser Haushalt nur noch sehr wenige freiwillige Leistungen enthält. Bei den Pflichtaufgaben wird bereits gespart, wo immer dies möglich ist. Die verbleibenden freiwilligen Leistungen sind jedoch entscheidend für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde.

Umso wichtiger ist es, auf der Einnahmeseite notwendige und sinnvolle Anpassungen vorzunehmen. Dies haben wir in den vergangenen Jahren konsequent getan, zuletzt durch die Anpassung der Bestattungsgebühren sowie der Gebühren für die Unterbringung in Asyl- und Obdachlosenunterkünften. Auch künftig werden wir diesen Weg fortsetzen – mit Augenmaß und ohne die Bürgerinnen und Bürger über Gebühr zu belasten.

An dieser Stelle danke ich Ihnen, liebe Mitglieder des Gemeinderats, ausdrücklich dafür, dass Sie diese Linie mittragen.

Auf der Ausgabenseite wird es weiterhin darum gehen, sich konsequent auf das Wesentliche, das Notwendige und das Leistbare zu konzentrieren. Unsere sachorientierte Zusammenarbeit war stets der Maßstab für gute Lösungen im Interesse unserer Einwohnerschaft. Dieses Vertrauen und diese Glaubwürdigkeit sollen uns auch in finanziell schwierigen Zeiten leiten, um ausgewogene Entscheidungen zu treffen und eine dauerhafte Schieflage des Haushalts zu vermeiden.

Das Haushaltsjahr 2026 wird für die Gemeinde Freudental insgesamt ein schwieriges Jahr. Ein ausgeglichener Haushalt ist nicht zu erwarten; im Ergebnishaushalt ergibt sich ein Minus von rund 720.000 Euro.

Hauptursache hierfür sind höhere Umlagen und geringere Zuweisungen infolge der höheren Steuerkraftsumme aus dem Jahr 2024. In der Summe entspricht dies rund 400.000 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen zeigen zwar keine starken Schwankungen, bewegen sich aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Für 2026 rechnen wir mit rund 350.000 Euro.

Zur Deckung des Defizits müssen wir auf Rücklagen aus den Ergebnishaushalten zurückgreifen. Da bislang nur endgültige Jahresabschlüsse bis 2020 vorliegen, ist eine exakte Aussage schwierig. Zum Stand Ende 2020 betrug die Rücklage rund 450.000 Euro und wird sich durch die Abschlüsse bis einschließlich 2025 voraussichtlich auf rd. 1 Mio. € erhöhen. Klar ist jedoch: Dieser Ausgleich ist nur für begrenzte Zeit möglich. Ein ausgeglichener Ergebnishaushalt bleibt daher oberstes Ziel.

Die liquiden Mittel reichen auch 2026 noch aus, um die geplanten Projekte und Investitionen umzusetzen. Für 2027 ist derzeit eine Kreditaufnahme vorgesehen. Wie sich die Liquidität zum Jahresende 2026 tatsächlich darstellt und welche Auswirkungen dies auf den Haushaltsplan 2027 hat, werden die kommenden Monate zeigen. Maßgeblich werden hierbei auch die Beratungen zur Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes sein.

Ich komme nun zu den wichtigsten Zahlen des Haushalts 2026:

Im Ergebnishaushalt ergibt sich ein Gesamtergebnis von minus 723.000 Euro. Der Zahlungsmittelüberschuss aus der laufender Verwaltungstätigkeit beträgt minus 400.000 Euro – verbunden mit einem entsprechenden Liquiditätsverlust.

Größte Einnahmequellen sind weiterhin der Anteil an der Einkommenssteuer mit 2,16 Mio. € (+ 100.000 € gegenüber Vorjahr) und die Schlüsselzuweisungen vom Land (- 120.000 €). Bei den eigenen Steuereinnahmen rechnen wir mit rd. 430.000 € aus den Grundsteuern A+B sowie 350.000 € aus der Gewerbesteuer. Eine Erhöhung der kommunalen Hebesätze wird 2026 nicht erfolgen. Hinsichtlich der Gebühren und sonstigen Entgelte wird mit etwas mehr als 1,1 Mio. € gerechnet. Die Einnahmen liegen somit bei rd. 7,66 Mio. € (+ 265.000 €).

Auf der Aufwandsseite fallen Kosten in Höhe von 8,57 Mio. € (+ 570.000 €) an, so dass man insgesamt also eher von einem Ausgaben- als von einem Einnahmenproblem sprechen muss.

Mit über 3,5 Mio. € liegen die Personalausgaben an erster Stelle. Der Anstieg in den letzten 10 Jahren ist gewaltig. Aber auch bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen fallen 2026 mit 1,45 Mio. € knapp 200.000 € mehr als im Vorjahr. Jedoch sind wichtige Erhaltungsmaßnahmen u.a. an der Kläranlage hier enthalten. Die Abschreibungen belaufen sich auf mehr als 700.000 €.

Besonders hart treffen die Gemeinde Freudental auch die zu zahlenden Umlagen an Land und Kreis. Aufgrund der gestiegenen Steuerkraftsumme der Gemeinde ist die Finanzausgleichsumlage trotz gleichbleibenden Umlagesatz um 100.000 € auf knapp 950.000 € angestiegen. Bei der Kreisumlage hat sich der Hebesatz um 2% erhöht, so dass 2026 mehr als 1,4 Mio. € an den Landkreis abzuführen sind (+ 215.000 €).

Im Finanzhaushalt sind unter anderem folgende Investitionen vorgesehen – wie ich diese bereits bei den Beratungen zum Investitionsprogramm vorgestellt hatte:

die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs HLF 10, die Erweiterung des Feuerwehrhauses, Erhaltungsmaßnahmen an Kindertagesstätten und öffentlichen Gebäuden, gegebenenfalls ein Zebrastreifen in der Pforzheimer Straße, ein neuer Schaltkasten für die Straßenbeleuchtung, Grunderwerb sowie Tilgungsleistungen.

Zur Finanzierung sind zugesagte Zuschüsse sowie Mittel aus dem Sonderprogramm des Bundes eingeplant. Wie in den Beratungen im Dezember auf Antrag aus der Mitte des Gemeinderats gewünscht und so beschlossen, soll 2026 auf den Verkauf der letzten drei Bauplätze verzichtet werden – u.a. zur Sicherung für eine evtl. Erweiterung der KiTa.

In der Summe nehmen in der Planung 2026 die liquiden Mittel damit um rund 670.000 Euro ab und liegen zum Jahresende bei etwa 300.000 Euro. Es ist daher zu prüfen, ob Mittel aus dem Sondervermögen bereits 2026 verstärkt eingesetzt werden, um die Liquidität zu sichern.

Der Schuldenstand des Kernhaushalts liegt nach den planmäßigen Tilgungen Ende 2026 bei knapp unter drei Millionen Euro. Rechnet man die Verschuldung des Eigenbetriebs „Versorgung“ hinzu, ergibt sich eine Gesamtverschuldung von rund 5,9 Millionen Euro.

Bereinigt um die inneren Darlehen der Gemeinde an den Eigenbetrieb liegen die Fremddarlehen bei etwa 5,4 Millionen Euro. Diese rd. 500.000 € an inneren Darlehen könnten durch die Aufnahme von Fremddarlehen abgelöst werden.

Im Eigenbetrieb „Versorgung“ sind für 2026 keine größeren Investitionen vorgesehen. Für 2027 werden einzelne Maßnahmen geprüft, unter anderem in den Bereichen „Wasser“ (Leitungserneuerungen), „Nahwärme“ (mögliche Versorgungserweiterungen) sowie „PV-Anlagen“ (auf der Erweiterung des FW-Hauses).

Bei den Erträgen und Aufwendungen im Eigenbetrieb gibt es 2026 keine Besonderheiten. Im Gesamtergebnis wird mit einem Verlust von 36.000 € (Vorjahr Verlust 90.000 €). Es wird aber ein Zahlungsmittelüberschuss aus dem laufendem Betrieb erwirtschaftet und dieser liegt bei über 130.000 Euro.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Sie haben zu Recht den Anspruch, dass wir Ihnen einen Haushalt vorlegen, der möglichst realistisch ist. Auch unser Anspruch ist es, im Sinne von Haushaltswahrheit und -klarheit einen belastbaren Entwurf vorzulegen. Dennoch gilt – um es mit Mark Twain zu sagen: „Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“

auch künftig wird es darum gehen, sich auf das Wesentliche, das Notwendige und das Leistbare zu konzentrieren. Trotz des engen finanziellen Spielraums müssen wir unsere Pflichtaufgaben erfüllen und die dafür notwendigen Investitionen tätigen. Ob und wann im Kernhaushalt Kredite aufgenommen werden müssen, wird die Zukunft zeigen.

Abschließend danke ich Ihnen, liebe Mitglieder des Gemeinderats, herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit. Ich bin überzeugt, dass wir auch künftig im Geist eines guten Miteinanders die besten Lösungen für Freudental finden und die anstehenden Herausforderungen gemeinsam meistern werden.

Der Haushalt für das Jahr 2026 ist damit eingebracht und soll nach den Haushaltsreden der Fraktionen am 25.02.2026 beschlossen werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

 

Eigenbetrieb „Versorgung“ – Feststellung des Jahresabschlusses 2023

BM Alexander Fleig führte aus, dass die Verwaltung zusammen mit der „Steuerberatungsgesellschaft Baker Tilly“ den Jahresabschluss 2023 für den Eigenbetrieb „Versorgung“ erstellt hat und es sich folgende Zahlen ergeben:

Das Wirtschaftsjahr 2022 schließt mit einem recht hohen Verlust in Höhe von 110.707,38 €. Im Vorjahr war noch ein Gewinn von 14.806,,47 € erreicht worden. Folgende Aufstellung veranschaulicht die Zusammensetzung des Verlust aus den vier Betriebszweigen:

Wasserversorgung: – 30.546,15 € (Vj. + 50.058,23 €)

Photovoltaikanlagen: + 582,34 € (Vj. +1.967,23€)

Nahwärmeversorgung: – 76.034,18 € (Vj. -39.952,25€)

Mitunternehmer-BgA: – 4.709,39 € (Vj. +2.733,26€)

Summe – 110.707,38 € (Vj. 14.806,47 €)

Der Bürgermeister führte dazu aus, dass im Bereich „Wasserversorgung“ weniger Wasser verkauft wurde (Umsatzerlöse – 8.000 €). Vor allem stiegen aber die Aufwendungen um rd. 75.000 € an. Durch einen erhöhten Wasserbezug der Bodenseewasserversorgung mussten rd. 25.000 € an Mehrkosten bezahlt werden, da die Tiefbrunnen einige Zeit lang ausfielen bzw. kein Freudentaler Wasser beigemischt werden konnte. Darüber hinaus waren zahlreiche Rohrbrüche usw. zu verzeichnen.

In der „Nahwärmeversorgung“ wurde das Solarthermiefeld fertiggestellt und ist im Laufe des Juli 2023 in Betrieb gegangen. Zudem wurde eine große Netzerweiterung in Betrieb genommen. Durch beide Maßnahmen sind die Abschreibungen um rd. 60.000 € angestiegen und die daraus zu erzielenden Erlöse / Pachtzahlungen konnten dann aber erst ab 2024 erzielt werden.

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters wurde der Jahresabschluss 2023 mit einer Bilanzsumme von insgesamt 7.866.172,10 € festgestellt.

 

Antrag auf Baugenehmigung, Pforzheimer Straße, Flst. 339/1

Der Gemeinderat stimmte dem Baugesuch zum inneren Umbau eines Gebäudes in der Pforzheimer Straße mit Einbau einer Einliegerwohnung im UG, Errichtung von drei Stellplätzen sowie der Errichtung von Dachgauben und Nebenanlagen (Einhausung Mülleimerabstellfläche sowie Gerätehütte) zu. Vor allem fasste der Gemeinderat den Beschluss nach § 31 Abs. 3 BauGB (Bau-Turbo), dass die Zahl der Wohnungen im Gebäude von dem im Bebauungsplan festgesetzten Maß von max. 3 Wohneinheiten überschritten werden darf.

 

Annahme von Spenden

Seit der letzten Beschlussfassung im Gemeinderat sind bis Ende 2025 weitere Spenden bei der Gemeinde Freudental eingegangen (Stand 31.12.2025).

So sind insgesamt 5 Spenden von Privatpersonen für das HvO-Projekt bei der Feuerwehr Freudental insgesamt mit einer Summe in Höhe von 780 € eingegangen.

Weiter erhielt die KiTa Rosenweg eine private Spende von 300 €.

Für das Projekt „Blühstreifen“ ging eine weitere Spende von 150 € ein.

Im Jahr 2025 hat die Gemeinde Freudental damit Spenden mit einer Gesamtsumme in Höhe von 107.924,34 € erhalten, stellte der Bürgermeister erfreut fest. Mit den Spenden konnten viele kleine und große Dinge in Freudental umgesetzt und unterstützt werden.

Und auch im Jahr 2026 ist schon eine erste Spende eingegangen. Von der BRUKER-Stiftung, die den laufenden Betrieb des HvO-Projekts finanziert, ist eine erste Teilzahlung in Höhe von 7.500 € eingegangen.

Gemeinderat und Bürgermeister stimmten der zweckentsprechenden Annahme der Spenden zu und dankten allen Spendern für die großzügige finanzielle Unterstützung

 

Bekanntgaben, Verschiedenes, Anfragen

BM Alexander Fleig informierte, dass die Gemeinde den Zuwendungsbescheid für den Fachdienst „Sprache“ im Rahmen des Sprachförderprogramms SprachFit in den KiTas bekommen. Die fachliche Beratung zielt auf die Handlungskompetenz der Fachkräfte beider Kindertageseinrichtungen im Bereich der Sprachbildung und -förderung. Die Gemeinde erhält für drei Jahre insgesamt 49.200 € für Personalkosten. In Freudental übernimmt diese Aufgabe die Leiterin der KiTa Rosenweg, Frau Pantleon.

Der Bürgermeister konnte berichten, dass das Solarthermiefeld im Jahr 2025 insgesamt 916.351 kWh an Wärme produziert hat und damit über 11% mehr als im Vorjahr liegt. Der Garantiewert des Hersteller mit 746.000 kWh im 4-Jahresmittel wird damit weit überschritten werden.

Das Landratsamt Ludwigsburg hat noch im Dezember 2025 die wasserrechtliche Genehmigung für die Kläranlage und die Regenüberlaufbecken (RÜB) der Gemeinde Freudental bis zum 31.12.2040 neu erteilt, so der Bürgermeister. Im Bereich der RÜBs wurden einige wenige bauliche Auflagen erteilt, die bis Ende 2028 erledigt werden müssen. Der Bürgermeister informierte, dass für einen Teil der Maßnahmen bereits im Haushalt 2026 Mittel eingestellt sind. Allerdings wurde für die Kläranlage die Auflage erteilt, dass bis Ende 2029 eine gewässerökologisches Gutachten für den Steinbach zu erarbeiten ist. Hier wird man mit den Stadtwerken und dem Landratsamt nochmals die Notwendigkeit und den Umfang abklären. Im Rahmen des Gemarkungsrundgangs 2026 wird sich der Gemeinderat entsprechend vor Ort informieren, so BM Alexander Fleig abschließend.

BM Alexander Fleig informierte, dass man im Bereich der geplanten Umgestaltung „Hauptstraße / Schloßstraße“ noch bis Ende Februar 2026 einige kleinere Bäume entfernt. Die große Linde bleibt aber wie beschlossen stehen, so der Bürgermeister.

Aus den Reihen des Gemeinderats wurde angesprochen, dass zuletzt im Bereich der Besigheimer Straße dauerhaft ein unangenehmer (Fäkalien-) Geruch wahrzunehmen ist. Dem Bürgermeister ist dies bereits selbst aufgefallen bzw. es haben sich auch schon Einwohner gemeldet. Man ist gerade an der Suche nach einer möglichen Ursache.