Haushaltssatzung mit Haushaltsplan sowie Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb “Versorgung” für das Haushaltsjahr 2026

Die Haushaltssatzung mit dem doppischen Haushaltsplan 2025 sowie der Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb „Versorgung“ wurden in der Gemeinderatssitzung vom 21.01.2026 eingebracht, so der Bürgermeister zu Beginn. Er wies darauf hin, dass der Gemeinderat sich bereits in der nichtöffentlichen Klausurtagung vom 08.11.2025 sowie in der Gemeinderatssitzung am 17.12.2025 ausführlich mit dem Haushaltsplan 2026 sowie der Finanzplanung und dem Investitionsprogramm 2025-2029 befasst hat.

In der Sitzung standen nun die Haushaltsreden der vier Fraktionen an (die Haushaltsreden sind nachfolgend abgedruckt). BM Alexander Fleig ging jeweils kurz auf einige wichtige Punkte der Haushaltsreden ein und dankte insgesamt für die sehr gute Zusammenarbeit im Gremium sowie die wertschätzenden Worte für die Arbeit der Verwaltung und aller Beschäftigten der Gemeinde Freudental.

Anschließend stimmte der Gemeinderat der Haushaltssatzung sowie dem Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb „Versorgung“ für das Haushaltsjahr 2025 einstimmig zu.

Wasserversorgung Freudental
Schacht- und Armaturenkontrolle

Die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB) als technischer Betriebsführer der Wasserversorgung Freudental haben mitgeteilt, dass im Jahr 2026 im gesamten Wassernetz eine Schacht- und Armaturenkontrolle nach Arbeitsblatt W392-2 durchzuführen ist. Dies beinhaltet auch eine Inspektion und Wartung der Schieber und Hydranten im Wasserverteilungsnetz.

Aus Sicht des Bürgermeister muss die Überprüfung erfolgen, damit die dauerhafte Versorgungssicherheit laufend gewährleistet werden kann. Zudem können damit Wasserverluste frühzeitig erkannt und vor allem auch der Brandschutz sichergestellt werden.

Nachdem in den letzten Jahren immer nur punktuelle Überprüfungen stattfanden wurde von Seiten der Gemeinderäte angeregt, dies insgesamt in einen regelmäßigen Turnus zu bringen. Dies wird der Bürgermeister mit den SWBB klären.

Die SWBB haben die Planung, technische Ausführung und anschließende Dokumentation mit Überarbeitung vom Geo-Informationssystem für die 226 Wasserschächte angeboten. Bei einem Satz von 90 €/ je Wasserschacht belaufen sich die Kosten auf 20.340 € netto / 24.204,60 € brutto, erläuterte BM Alexander Fleig.

Der Gemeinderat stimmte der Durchführung der Arbeiten, die von den SWBB für den Zeitraum April – Juni 2026 eingeplant sind, zu und vergab die Arbeiten an die SWBB.

Der Bürgermeister wies noch darauf hin, dass voraussichtlich auch Schäden auftreten werden, die unmittelbar zu beheben sind. Hier gehen die SWBB davon aus, dass ca. 3-4 Schächte dann in 2026 sofort repariert werden sollten, wofür mit weiteren ca. 900 € netto je Schaden gerechnet werden muss.

Bauangelegenheiten zur Beratung:
Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans:

Elsbeerenring, Flst. 1011 – Aufbau einer DHL-Packstation

BM Alexander Fleig führt aus, dass die Deutsche Post AG die baurechtliche Genehmigung für die Aufstellung einer Paketstation auf dem Parkplatz des PENNY-Markts beantragt hat. Es handelt sich um eine übliche Packstation mit 7 Fachmodulen und einem Steuerschrank mit den Maßen 4,01 m * 0,64 m * 2,36 m, welche auf einem Parkplatz am Rand (rechts von der Zufahrt) aufgebaut werden soll.

Das Vorhaben befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Alleenfeld“, welcher für diesen Bereich ein Sondergebiet festsetzt, so der Bürgermeister. In diesem Sondergebiet gehören „untergeordnete bauliche Anlagen für Dienstleistungen“ zu den allgemein zulässigen Nutzungen. Eine Paketstation fällt, wie beispielsweise auch ein Bankautomat, unter diese Beschreibung.

Nachdem es sich um eine gemäß den planungsrechtlichen Festsetzungen zulässige Nutzung außerhalb des Baufensters handelt, welche außerdem noch ökologisch wünschenswert ist und eine Verbesserung für die Einwohnerschaft darstellt, stimmte der Gemeinderat zu und erteilte das kommunale Einvernehmen.

Aus den Reihen des Gemeinderats wurde jedoch angefragt, ob dies nicht nachteilig für die örtliche Postfiliale wäre. Hier konnte der Bürgermeister informieren, dass er genau dies mit dem Betreiber der Postfiliale ebenfalls erörtert hat und dieser aktuell keine gravierenden Verschlechterungen für sich sieht. Zudem wurde von einem Gemeinderat angeregt, in diesem Zusammenhang nochmals das Thema „Ausgabeschrank Apotheke“ anzugehen, was vom Bürgermeister zugesagt wurde.

Bekanntgaben, Verschiedenes, Anfragen

Weitere Baumaßnahmen und Sperrungen

BM Alexander Fleig informierte, dass das RP Stuttgart mitgeteilt hat, dass im Zuge der weiteren Baumaßnahmen in Bietigheim-Bissingen, u.a. die Sperrung und Sanierung der Auwiesenbrücke, auch die Landesstraße L1107 in Richtung Löchgau ab ca. Mitte Mai (bis voraussichtlich Ende August) voll gesperrt und saniert werden soll. Die Umleitung auf der L1107 erfolgt grundsätzlich über Besigheim, aber aus Richtung Freudental gibt es auch Möglichkeiten über Sachsenheim nach Bietigheim-Bissingen zu gelangen.

Aufgrund der Sperrung der Auwiesenbrücke soll der LKW-Verkehr auf der L1107, der in Richtung Gewerbegebiet Eichwald bzw. Vaihingen an der Enz fahren möchte, wieder über Freudental / Hohenhaslach / Sachsenheim umgeleitet werden (incl. LKW-Durchfahrtsverbot in Kleinsachsenheim). In dieser Zeit wird es wieder ein absolutes Halteverbot in der Pforzheimer Straße geben, so der Bürgermeister. Zudem kann die in Freudental geplante Baumaßnahme „Neubau Trafostation“ erst nach Aufhebung der Umleitungsstrecke erfolgen, da hierfür eine mehrtägige halbseitige Sperrung notwendig ist.

Zum Busverkehr konnte der Bürgermeister berichten, dass von Seiten des Busunternehmens geplant ist, die Linie 567 dann in Freudental (nicht in Hohenhaslach) zu starten und über Kleinsachsenheim – Sachsenheim – Untermberg zum Bahnhof in Bietigheim-Bissingen fahren zu lassen. Damit wäre der Anschluss an den Bahnhof gewährleistet. Für die Strecke Hohenhaslach – Freudental wird die Linie 570 von Vaihingen wieder bis Freudental verlängert (wie bei der Sperrung der Ortsdurchfahrt Freudental). Es gibt hier noch keine Pläne, jedoch ist der Bürgermeister der Ansicht, dass dies eine gute Lösung sein kann, trotz der auf jeden Fall auftretenden Probleme.

Sobald weitere Informationen zu den Sperrungen und Busfahrplänen vorliegen, wird die Verwaltung informieren.

Bausache „Pforzheimer Straße 27“

Der Gemeinderat hatte in seiner Januar-Sitzung über das Baugesuch für das Gebäude „Pforzheimer Straße 27“ beraten und den notwendigen Befreiungen zugestimmt. Der Bürgermeister informierte, dass die Baurechtsbehörde im Nachgang mitgeteilt hatte, dass auch hinsichtlich der Ausgestaltung / Form der Dachgauben eine weitere Befreiung notwendig ist. So sollen die Gauben als Flachdachgauben anstelle der geforderten Schleppgauben mit einer Dachneigung von mind. 15 Grad ausgeführt werden. Nachdem die Befreiung unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist, hatte der Bürgermeister die Gemeinderäte im Umlaufverfahren per Mail informiert. Von Seiten der Gemeinderäte gab es keinen Widerspruch, so dass der Bürgermeister zeitnah der Befreiung zugestimmt hatte.

Zuschuss für die Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe

Der Bürgermeister gab bekannt, dass der beantragte Zuschuss für die Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe an der Grundschule mit 4.000 € bewilligt wurde.

Bericht vom Treffen des Arbeitskreises „Erinnern und Gedenken“

Der Arbeitskreis „Erinnern und Gedenken“ hatte sich Anfang Februar getroffen und über die aktuelle Arbeit beraten. Nach dem positiven Rückblick auf das Nachfahrentreffen 2025 hat sich der Arbeitskreis das Ziel gesetzt, alle 5 Jahre ein Nachfahrentreffen anzugehen.

In diesem Jahr wird am Sonntag, 21. Juni 2026 der 100. Geburtstag von Suse Underwood, einer ehemaligen jüdischen Freudentaler Bürgerin, mit einem interessanten Programm und einen Zusammenkommen bei Kaffee und Kuchen gefeiert. Suse