Verkehrsuntersuchung “Ortsmitte” (Rathaus-/Schlossplatz)

Gemeinde Freudental

Verkehrsuntersuchung “Ortsmitte” (Rathaus-/Schlossplatz)

Kurzzusammenfassung / Einwohnerbeteiligung

 

1. Hintergrund / Ausgangslage

Zentraler Ausgangspunkt der Verkehrsuntersuchung ist die durch das Landessanierungs- programm geförderte Umgestaltung des Rathaus-/Schlossplatzes. Mit der Verkehrsuntersuchung “Ortsmitte” durch das Büro Modus Consult aus Karlsruhe soll aufgezeigt werden, welche Gestaltungsoptionen für den Rathausplatz aus verkehrlicher Sicht bestehen. Es steht die Frage im Raum, wie viel Durchgangsverkehr über den Platz überhaupt erforderlich ist, welche Fahrbeziehungen anders gelenkt werden können und wie die Stellplätze am Rathaus- und Schlossplatz erreicht werden können. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen den Flächenbedarf für den Verkehrsraum auf und geben den Spielraum für die städtebaulich-gestalterische Planung.

Im Herbst 2020 hat eine umfangreiche Verkehrserhebung die Grundlagen für die Planung erfasst. So zeigt sich beispielsweise, dass der Durchgangsverkehr durch die Ortsmitte bei rund 75 bis 85 % liegt, wobei die Menge der Durchfahrer in Fahrtrichtung nach Süden größer ist als in der Gegenrichtung.

Dem Gemeinderat sind im Rahmen der Analysebewertung durch Modus Consult vier Konzeptva- rianten vorgestellt worden, die für eine Entlastung der Ortsmitte dem Grunde nach in Frage kommen, um Gestaltungsoptionen für den Rathausplatz zu gewinnen:

1. Verkehrsberuhigter Bereich am Rathaus-/Schlossplatz.
2. Einbahnrichtung in der Schloßstraße Fahrtrichtung Süd.
3. Einbahnrichtung in der Schloßstraße Fahrtrichtung Nord.
4. Sperrung der Durchfahrt vor dem Rathaus.

Für die vier Varianten ist eine integrierte Bewertung auf Basis folgender Parameter vor- zunehmen:

a) Verkehrsentlastung in der Ortsmitte vor dem Rathaus,
b) Reduzierung der Gefahr von ungewollten Verlagerungen,
c) geringe Umwegigkeit für Anwohner,
d) unkomplizierte Erreichbarkeit Rathaus,
e) geringe Auswirkungen auf die Linienführung im ÖPNV,
f) Verbesserung der Angebotsqualität für Fußgänger und Radfahrer,
g) Gewinnung von Gestaltungspotenzialen (Flächen) für den Rathausplatz.
Als Ergebnis der vorläufigen Abwägung zeigt sich, dass die Variante 1 aktuell am Besten abschneidet, da sie alle Fahrbeziehungen unverändert ermöglicht, aber die Verkehrssicherheit erhöht. Ergänzend könnte auch eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Nord verfolgt werden, da dadurch der ÖPNV keine Einschränkung erhält (Variante 3).

Der Gemeinderat hat nun festgelegt, die beiden Varianten im Zuge von Testläufe zu überprüfen.

2. Vorstellung der Testlaufvarianten

2.1 Variante 1 – Verkehrsberuhigter Bereich

Beim Testlauf der Variante 1 soll eine Verkehrsberuhigung für den Bereich vor dem Rathaus / Schloss für Entlastung sorgen. Die genaue Ausdehnung des Bereichs ist hierbei noch variabel, wird aber für die Hauptstraße und südliche Schlossstraße angedacht. Für den Durchgangsverkehr wird dieser Fahrweg damit nicht unterbunden, aber gegenüber dem Bestand durch Zeitverlust unattraktiver. Zur Vermeidung von Ausweichverkehr über die Kirchstraße wird für diese ebenfalls eine Verkehrsberuhigung angeregt. Anwohner können die gewohnten Wege nutzen. Das Rathaus ist weiterhin aus allen Richtungen erreichbar. Die ÖPNV-Linienführung ist nicht beeinträchtigt, der Zeitverlust bei der Wendefahrt ist vernachlässigbar gering. Die Verkehrs- beruhigung stellt bei entsprechender Umgestaltung einen Qualitätsgewinn für Fußgänger und Radfahrer dar, da die Verkehrsfläche vor dem Rathaus in ihrer Bedeutung zurücktritt.

2.2 Variante 3 – Verkehrsberuhigter Bereich und Einbahnrichtung nach Norden

Eine wirkungsvollere Unterbindung des Durchgangsverkehrs in einer Fahrtrichtung, jedoch auch eine bereichsweise Verschlechterung der Erreichbarkeit, stellt eine zusätzliche Einrichtung einer abschnittsweisen Einbahnregelung in Fahrtrichtung Nord dar, die ebenfalls in einem Testlauf für den Bereich Hauptstraße und südliche Schlossstraße umgesetzt werden könnte. Für den Durchgangsverkehr wird damit der Fahrweg Richtung Süden (die in der Erhebung die höhere Durchgangsverkehrsbelastung aufwies) unterbunden, für die Fahrtrichtung Nord damit weiterhin nur durch Zeitverlust aufgrund des Verkehrsberuhigten Bereiches unattraktiver. Zur Vermeidung von Ausweichverkehr über die Kirchstraße wird für diese ebenfalls eine Verkehrsberuhigung und Einbahnregelung in Fahrtrichtung Nord aufgenommen.
Anwohner können aus dem Norden kommend in Richtung Pforzheimer Straße am Schloßpark vorbei fahren. Der südliche Bereich der Ortsmitte wird ebenfalls über die L 1106 am Schloßpark vorbei erreicht. Das Rathaus, d.h. die Parkplätze am Rathaus sollen von beiden Seiten aus erreichbar bleiben. Die ÖPNV-Linienführung ist nicht beeinträchtigt, der Zeitverlust bei der Wendefahrt ist vernachlässigbar gering. Die Verkehrsberuhigung stellt bei entsprechender Umgestaltung einen Qualitätsgewinn für Fußgänger und Radfahrer dar. Da die Verkehrsfläche vor dem Rathaus in ihrer Bedeutung zurücktritt wird noch mehr Potenzial für die Gestaltung gewonnen.

3. Beteiligung der Einwohner von Freudental

1. Den geplanten Testlauf mit einem Verkehrsberuhigten Bereich …

❑ … begrüße ich, weil ich glaube, dass er eine Verbesserung für die Ortsmitte mit sich bringt.
❑ … lehne ich ab, weil ich von der Wirkung nicht überzeugt bin.

2. Für meine Verkehrswege in Freudental bringt der Testlauf …

❑ … keine Veränderungen.
❑ … geringe Veränderungen, die für mich kein Problem darstellen.
❑ … erhebliche Veränderungen, die für mich zu einer Verlagerung der Wege führen wird.
❑ … so starke Veränderungen, dass ich nicht mehr mobil sein kein.

3. Einen weiteren Testlauf mit einer Einbahnstraßenregelung …

❑ … befürworte ich.
❑ … lehne ich ab.

4. Sonstige Anmerkungen.
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Liebe Freudentaler*innen,

Ihre Meinungen, Ideen und Anregungen sind für die weiteren Entscheidungen im Gemeinderat sehr wichtig. Deshalb bitte ich Sie, an der Einwohnerbeteiligung mitzumachen und uns Ihre Rückmeldung gerne schriftlich oder per Email (gemeinde@freudental.de) zukommen zu lassen.

Sie können auch die hier verlinkte PDF-Datei verwenden, um die Seite mit dem Fragebogen ausdrucken.

Vielen Dank!

Ihr

Alexander Fleig
Bürgermeister